KLINIK - NEWS 2016

Wir freuen uns sehr, Sie hier heute alle wiederzusehen und hoffen, dass Sie das ?Auf und Ab des Lebens? im vergangenen Jahr ?gut umschiffen? konnten. Gerne berichten wir Ihnen, was sich in der Zeit seit unserem letzten Treffen so alles in unserem Parkinson-Zentrum ereignet hat:

Wir sind stolz, uns auch für das Jahr 2016 erneut als nationales TOP-Krankenhaus für Parkinson etabliert zu haben und auch darauf, dass unsere Ärztliche Direktorin, Frau Dr. Ilona Csoti, weiterhin zur Liga der TOP Ärzte Deutschlands zählt. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, diesen Standard in den kommenden Jahren aufrechtzuerhalten.
 

Außerdem konnten wir das hauseigene WLAN auf 100 Mbit/s beschleunigen lassen, so dass unsere Patienten nun in sämtlichen Bereichen der Klinik, also auch auf dem eigenen Zimmer oder in den Aufenthaltsräumen, einen schnellen Internetzugang am eigenen Laptop bzw. Tablet nutzen können. Bitte wenden Sie sich bei Ihrer Aufnahme diesbezüglich an die Aufnahmeabteilung, die Ihre Wünsche an unsere EDV-Abteilung weitergibt.

Wie Sie wissen stehen jedes Jahr auch Renovierungsarbeiten auf unserem Plan und in diesem Jahr haben wir die Räume der Ergo- und Beschäfti-gungstherapie innerhalb des Hauses verlegt, dadurch vergrößert, moderni-siert und renoviert. Das Ergebnis kann sich unserer Meinung nach sehen lassen, wir sind aber auf Ihre Meinung diesbezüglich gespannt!
 

Auch haben wir unser Inventar wieder um einige schöne Möbelstücke, u. a. im Toskana-Zimmer, ergänzen können.

In Kooperation mit unserem eigenen ?Förderverein Parkinson e.V.? konnten wir eine Kletterwand (Fachausdruck: BOULDERWAND) anschaffen. Unser Physioteam hat diesbezüglich zertifizierte Fortbildungen durchlaufen. Mehr zu Indikation und Wirkung dieses ?Therapie-kletterns? können Sie im medizinischen Teil von Frau Dr. Csoti nachlesen.

Vielleicht nehmen Sie ja all dies bei Ihrem nächsten Aufenthalt bei uns in Augenschein und genießen die Vorteile, von denen Sie dann während Ihrer Behandlung profitieren können.  

Für eine evtl. anstehende stationäre Behandlung haben wir nachstehend noch einmal alles Wissenswerte rund um die Aufnahmemodalitäten bei uns aufgeführt:

Für interessierte Patienten und Angehörige, die unser Haus noch nicht kennen, sei uns der Hinweis gestattet, dass Sie für eine gewünschte stationäre Aufnahme lediglich eine stationäre Krankenhauseinweisung von Ihrem Hausarzt oder behandelnden Neurologen benötigen. Die freundlichen Mitarbeiterinnen unserer Aufnahmeabteilung kümmern sich nach Eingang der ?Verordnung von Krankenhausbehandlung? um alles Weitere und nehmen Kontakt mit Ihnen auf. Rasch und unkompliziert erhalten Sie den nächstmöglichen Aufnahmetermin und die dafür nötigen Informationen in schriftlicher Form. Persönliche Wünsche und Vorstellungen sollten gleich zu Beginn mitgeteilt werden. Füllen Sie den Aufnahmeantrag bitte gewissenhaft aus, denn aufgrund der Eintragungen wird entschieden, ob Sie ein Zimmer auf unseren Normalstationen erhalten oder ob Sie intensivere Pflege benötigen. Die Dauer Ihres stationären Aufenthaltes richtet sich allein nach der medizinischen Notwendigkeit. Bei Bedarf ist es jedoch jederzeit möglich, den Aufenthalt als Selbstzahler zu verlängern.

Wenn Sie aufgrund familiärer Probleme Schwierigkeiten haben sollten, eine stationäre Behandlung anzutreten ? z.B. wenn Sie zu den jungen Parkinson-Patienten gehören und noch kleine Kinder zu versorgen habe ? können Sie sich vertrauensvoll an uns wenden. Unsere Geschäftsführung ist dafür bekannt, auch Dinge zu ermöglichen, die nicht alltäglich sind.  

Zwischenzeitlich hat es sich bereits herumgesprochen, dass unsere Klinik während der Vorweihnachtszeit glitzert und funkelt und in dem anheimelnden Ambiente fühlen sich unsere Patienten auch gemeinsam mit ihren Ehepartnern sehr wohl. Unser Programm an den 4 Advents-Sonn-tagen und am Heiligen Abend wird allgemein geschätzt. Bezüglich der Mitaufnahme einer Begleitperson (ganzjährig möglich) erfragen Sie bitte in der Aufnahmeabteilung die jeweiligen 3 Preiskategorien. Selbstverständlich kann an den Feiertagen auch familiärer Besuch vorbeikommen, unser Restaurant ist dafür bestens gerüstet.

Die nächste Patienteninformationsveranstaltung - Ihnen besser bekannt als Sommerfest der Gertrudis-Kliniken ? ist für Samstag, den 01. Juli 2017, wie gewohnt zwischen 11:00 und 16:00 Uhr, geplant. Interessierte Gruppen bitten wir, sich bis spätestens Ende Mai schriftlich anzumelden.

Anzeigen möchten wir noch, dass unsere Internetseiten unter www.parkinson.de  komplett überarbeitet, aktualisiert und modernisiert wurden. Schauen Sie doch dort mal vorbei!

       QR-Code für die Webseite: 

www.facebook.com/GertrudisParkinsonKliniken

Das Forum unter www.parkinson-web.de für die Beantwortung von gezielten medizinischen Fragen durch Frau Dr. Csoti besteht natürlich nach wie vor.

Sie finden dort auch die Medikamentenliste mit allen in Deutschland erhältlichen Antiparkinson-Präparaten, sortiert nach Wirkstoffgruppen und stets auf dem neuesten Stand gehalten.


12. Patienteninformationsveranstaltung der Gertrudis-Kliniken

Am Samstag, dem 02. Juli zwischen 11:00 und 16:00 Uhr fand in den Gertrudis-Kliniken in Leun-Biskirchen die diesjährige Patienteninformationsver-anstaltung im Rahmen eines bunten Sommerfestes statt. 

Bei angenehmen Außentemperaturen reisten rund 400 Patienten der Parkinson-Selbsthilfegruppen aus ganz Deutschland an, um sich über ihre Krankheit zu informieren, sich gezielt beraten zu lassen und dabei  zusätzlich einen schönen Tag zu verleben.

Das Vortragsprogramm der Ärztlichen Direktorin, Frau Dr. med. Ilona Csoti, war wie immer breitgefächert und beinhaltete neben den stets von der Teilnahme an internationalen Kongressen ak-tualisierten ?Parkinson-News? weitere Themen wie ?Sinnvolle Bewegungstherapie?, ?Ernäh-rung? sowie Hautveränder-ungen bei Morbus Parkinson?. Herr RA Mehrhoff, Geschäfts-führer der Deutschen Parkinsonvereinigung, referierte über den Stand der Umsetzung des Pflegestärkungsgesetzes. Das übrige Ärzteteam stand für Einzelgespräche und persönliche Fragen der Patienten zur Verfügung.

Des Weiteren gab es interessante Referate der Logopädin über die ?Therapie bei Stimm-, Sprech- u. Schluckstörungen? sowie der Ergotherapeutin über den ?Erhalt der Selbständigkeit im Alltag?. Das Therapeutenteam der Klinik sorgte für das Begleitprogramm in Form von Koordinations- u. Schwindeltraining, Antifreezing- u. Sturzprophylaxe, Erklärung und Übung des Gerätetrainings im klinikeigenen Fitness-Raum.  Wer mochte, konnte einen Rundgang mit Nordic Walking-Stöcken oder in kleinen Gruppen und unter Führung eine Klinikbesichtigung machen.

Den Rahmen bildeten die Pharma- und Apothekenstände, die stimmungsvolle Musik von ?Käpt´n Cook? sowie die schmackhaften Speisen aus der klinikeigenen Küche.

Die Patienten im Hause, die angereisten Gäste sowie das Personalteam der Klinik erlebten einen wirklich gelungenen und informativen Tag, der mit der traditionellen Rose zum Abschied sein Ende fand.


Bouldern / Therapieklettern

Rehabilitation und Prävention von M. Parkinson

Unter ?Bouldern" (vom englischen Wort ?boulder? = Felsbrocken) versteht man das Klettern ohne Seil oder Gurt an Felsen oder an künstlichen Kletterwänden in Absprunghöhe (3 m). Zum Schutz vor Sturzverletzungen dienen dicke Fallschutzmatten am Boden. Man klettert über gelbe, rote, blaue und graue Griffe, welche an einer Boulderwand befestigt sind. Die Farben stehen dabei für unterschiedliche Schwierigkeitsgrade einzelner festgelegter Kletterrouten, wobei Gelb leichtere Routen für Anfänger markiert. Die Formen und Positionen der Klettergriffe an einer Wand variieren dementsprechend je nach Schwierigkeit einer jeweiligen Route.

In den letzten Jahren hat sich diese Sportart, die dem Bereich des Erlebnissports zugeordnet wird, rasant weiterentwickelt und auch Einzug in medizinische Bereiche gefunden - so auch in die Bewegungstherapie von Parkinson-Patienten. Hier hat es sowohl vorbeugende Effekte (z.B. chronische Rückenschmerzen) als auch rehabilitative Ziele. Neben Multitasking - Greifen, Festhalten und gleichzeitig mit den Füßen einen sicheren Stand finden - wird beim Bouldern die Feinmotorik geschult. Außerdem werden Gleichgewicht, Koordination und Körperwahrnehmung trainiert. Die gesamte Muskulatur des Körpers, aber auch Aufmerksamkeit und Konzentration werden gefördert. Neben einer Schmerzreduktion kommt es deshalb auch zu einer Verbesserung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens: Ausdauer, Selbstwert und Selbstvertrauen werden gestärkt.

Indikationen

Orthopädie

? allgemeine Haltungsschwächen, muskuläre Dysbalancen
? Schulter-/Ellbogenverletzungen (z. B. Luxationen, Bewegungseinschränkungen)
? Rückenschmerzen (Lumbalgie) und rheumatische Erkrankungen
? Wirbelsäulenerkrankungen/-deformitäten (z. B. Mb. Scheuermann, Skoliose, Bandscheibenvorfall)
? Hüft-, Knie-, Sprunggelenksschäden und Gelenkinstabilitäten

Neurologie/Psychiatrie

? Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit/ohne Hyperaktivität
? Störungen von Bewegungsplanung, -ausführung und Koordination (z. B. M. Parkinson)
? Lähmungserscheinungen (zentral, distal, z.B. nach Schlaganfall)
? z.B. Depressionen, Burn-Out

In einer Erlanger Studie profitierten besonders depressive Patienten vom Bouldern. Die Erklärung der Studienleiterin Katharina Luttenberger kann man jedoch 1 zu 1 auf Parkinson-Patienten übertragen:

"Man hängt in der Wand und muss sich darauf konzentrieren, den nächsten Griff zu nehmen und hochzukommen. Dabei kann man nicht so gut darüber nachdenken, was man abends zum Essen macht oder wer wem blöd gekommen ist. Ich kann nicht in der Wand hängen und über irgendwas nachgrübeln, weil ich dann runterfalle. Das ist ein zentraler Wirkmechanismus vom Bouldern, was die Sportart möglicherweise auch von anderen unterscheidet."

Ein Vorteil dieser Sportart ist somit neben der Verbesserung muskulärer und koordinativer Aspekte das zwingende Abschalten von Grübelei sowie das Auslösen intensiver Emotionen, wie Angst, Stolz oder Freude. Einige berichten über ein ganz neues Körpergefühl, sie hätten viel mehr Vertrauen in die eigene Bewegung und würden sich sicherer fühlen.

Interessant für Parkinson-Patienten ist, dass Louis Parkinson einer der berühmtesten Boulder-Künstler ist. Auf YouTube kann man sich seine Kletterkünste an der Boulderwand ansehen. Hier trifft das alte Sprichwort: "Nomen est omen" wohl wieder einmal zu!

https://de.wikipedia.org/wiki/Bouldern

http://www.leben-mit-parkinson.de/alltag/thema-des-monats/klettern/

http://www.onsideklettersport.de/therapeutisches-klettern.html


Wir hoffen, dass diese Informationen für Sie informativ und hilfreich waren. Bitte wenden Sie sich vertrauensvoll mit medizinischen Fragen, Fragen zu Vorträgen unserer Frau Dr. Csoti, zur Ambulanz oder Klinikbesichtigungen etc. an unser Ärztliches Sekretariat unter der Tel.Nr.: 06473-305-8011, falls Sie sich gerne einer stationären Akut-Behandlung in unserem Parkinson-Zentrum unterziehen möchten, rufen Sie bitte unsere Aufnahmeabteilung unter der Tel.Nr.: 06473-305-0 an.

Wir freuen uns auf Sie

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