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Karl-Ferdinand-Broll-Straße 2-4. D-35638 Leun-Biskirchen
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ROPAD-Studie – wir nehmen teil!

Rostock International Parkinson's Disease Study


Zusammenfassende Information zur Studie

Design: Internationale multizentrische epidemiologische Beobachtungsstudie

Studienpopulation: Parkinson-Patienten und LRRK2 Träger mit frühem Krankheitsbeginn

Teilnehmerzahl: 10.000 Teilnehmer 

Beginn der Studie: April 2019 

Letzte mögliche Aufnahme in die Studie: September 2021

Studiendauer: 24 Monate

Zielstellung: Epidemiologische Analyse der Prävalenz von LRRK2-positiven Patienten und von Patienten mit PD-bedingten Genveränderungen (außer LRRK2-Gen) in einer Kohorte von PD-Patienten 

Aim: Identification of 1,500 LRRK2positive patients and of ~500 patients with monogenic PD (other than LRRK2) 

Ziele: Identifizierung von 1.500 LRRK2-positiven Patienten und von 500 Patienten mit monogener Parkinson-Krankheit (außer LRRK2) Definition von Biomarkern für eine LRRK2-positive Kohorte 


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Bild: https://www.centogene.com/clinical-studies/global-patient-testing-programs-hl/rostock-international-parkinsons-disease-study.html


Was ist ROPAD?

ROPAD ist eine internationale multizentrische epidemiologische Beobachtungsstudie mit dem Ziel, den genetischen Hintergrund von Parkinson-Patienten zu untersuchen. Sie ist eng mit einer wissenschaftlichen Folgestudie mit der Universität Lübeck (LIPAD) verbunden.


Rationale der Studie

Parkinson kann durch genetische Mutationen (Veränderungen des Erbguts) verursacht werden. Aktuell werden Wechselwirkungen zwischen Genetik und Umweltfaktoren angenommen. In den letzten Jahren wurde eine Zunahme von genetischen Mutationen bei Parkinson-Kranken beobachtet, einschließlich den Mutationen LRRK2 und GBA. Die Identifizierung neuer Gene und neuer Mutationen im Zusammenhang mit Parkinson wird nicht nur das Verständnis der der Krankheit zugrunde liegenden molekularen Mechanismen verbessern, sondern die neuen Erkenntnisse können auch zur Entwicklung neuer Medikamente und Behandlungsmethoden führen. Wird im Rahmen der Studie bei einem Teilnehmer eine LRRK2-Mutation nachgewiesen, kann dieser an zukünftigen klinischen Studien mit unserem Partner in den USA (Denali Therapeutics Inc / California, US) angeboten werden. Aktuell bedeutet dies, dass er an der LIPAD Studie in Lübeck teilnehmen kann. Alle Patienten, die an der ROPAD-Studie teilnehmen, leisten einen wichtigen Beitrag zum allgemeinen Verständnis der Krankheit und zur Entwicklung potenziell neuer Behandlungen.

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Abbildung 1: LECIG-SYSTEM, Bildquelle: STADA 1

Überblick über die Länder, die für die Teilnahme an ROPAD weltweit rekrutiert werden. Die Punkte markieren den Hauptsitz der Centogene AG, Rostock, und der Universität Lübeck. (© OpenStreetMap-Mitwirkenden)


Weitere Informationen: https://www.centogene.com/clinical-studies/global-patient-testing-programs-hl/rostock-international-parkinsons-disease-study.html


Unser Zentrum nimmt an der ROPAD Studie teil. Interessierte Patienten können sich per Mail an mich wenden: ilona.csoti@parkinson.de.


Zum Hintergrund der LIPAD Studie: 

In einer Phase-1-Studie konnte ein Hemmer der LRRK2 (Leucin-reiche Wiederholungskinase 2) die Aktivität der Kinase im Durchschnitt deutlich senken. Nach Abschluss dieser Phase-1-Studie mit gesunden Probanden ist nun der Einsatz eines solchen Medikaments bei Parkinson-Patienten mit LRRK2- Mutation vorgesehen.

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