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Sehstörungen bei Parkinson-Syndromen – systematische Erfassung erstmals möglich
Bereits zum Sommerfest 2019 hatte ich Sie im Rahmen eines Vortrags mit Störungen der Augen- und Lidmuskulatur bekannt gemacht, bereits 2017 mit dem Trockenen Auge bei Parkinson, dessen Folgen und seine Therapie.

Bereits zum Sommerfest 2019 hatte ich Sie im Rahmen eines Vortrags mit Störungen der Augen- und Lidmuskulatur bekannt gemacht, bereits 2017 mit dem Trockenen Auge bei Parkinson, dessen Folgen und seine Therapie. In der Zwischenzeit gibt es international bekannte Forschergruppen, die sich genau diesem Thema widmen. 


Vor wenigen Wochen wurde ein erster Fragebogen zu Parkinson-bedingten Sehstörungen vorgestellt. Die Arbeitsgruppe um Professor Bas Bloem (Niederlande) befragte 848 Patienten mit M. Parkinson, die im Durchschnitt sieben Jahre erkrankt waren. Verglichen wurden die Ergebnisse mit einer Kontrollgruppe (250 Gesunde) ohne Parkinson. Das Durchschnittsalter lag bei 70 Jahren. 82 % der Patienten klagten über unspezifische Sehstörungen. 


Auch in einer eigenen Übersichtsarbeit klagte jeder zweite Patient im mittleren und fortgeschrittenen Krankheitsstadium trotz formal gutem Visus über unspezifische Sehstörungen, wie Verschwommensehen, Doppelbilder, erhöhte Lichtempfindlichkeit, Probleme mit der Tiefenwahrnehmung und Oszillopsien (Scheinbewegungen von Objekten). Halluzinationen werden immer mit aufgeführt, zählen jedoch eigentlich nicht zu Sehstörungen, sondern zu Störungen der Wahrnehmung. 


Aufgrund dieser Störungen können einige Patienten schlecht oder gar nicht mehr lesen, Auto oder Fahrrad fahren. Diese unspezifischen Sehstörungen sind häufig auch mit Schwindel, Benommenheit und Gangunsicherheit verbunden und ihr Auftreten korreliert mit der Schwere der gefürchteten Gang- und Balancestörung mit Fallneigung und Stürzen. In der englischsprachigen Literatur werden Parkinson-assoziierte Seh- und Augenbewegungsstörungen mit dem Überbegriff „RVC“ (recurrent visual complaints) bezeichnet in Abgrenzung zu „RVH“ (recurrent visual hallucinations). 


In der besagten Studien berichteten 82 % der Patienten über ein oder mehrere Augenprobleme, 68 % gaben an, in ihrem täglichen Leben dadurch beeinträchtigt zu sein. Als besonders bedeutungsvoll ist der aus der Studie hervorgehende erste Fragebogen zu Sehstörungen bei Parkinson-Syndromen.

1 Carlijn D.J.M. Borm al. Neurology 2020; 94(14):e1539-e154 

Foto: www.aumedo.de

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