Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) ist die Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde der Vereinigten Staaten. Sie ist unter anderem für die Zulassung neuer Arzneistoffe zuständig und entspricht der europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA). Nicht alles, was die FDA befürwortet oder zur Zulassung genehmigt, wird auch von der EMA übernommen.
Trotzdem ist die aktuelle Meldung von Annovis Bio spannend.
Annovis wiederum ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung neuer Therapien für neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer (AD) und Parkinson-Krankheit (PD) konzentriert. Annovis hat Buntanetap als neue Therapie der Parkinson-Demenz in seinem Portfolio.
Laut Annovis hat die FDA für Januar 2026 Gespräche über das Design zukünftiger klinischer Studien zugesagt.
Kurz gesagt:
- • Annovis Bio wird sich mit der FDA über Buntanetap für Parkinson-Demenz treffen.
- • Buntanetap zielt darauf ab, die Produktion von toxischen Eiweißklümpchen in Gehirnzellen zu reduzieren.
- • Das Medikament zeigte sich in früheren Studien für Parkinson und Alzheimer vielversprechend.
Maria Maccecchini, PhD, Präsident und CEO von Annovis, in einer Pressemitteilung des Unternehmens: "Das geplante Januar-Treffen markiert einen wichtigen Meilenstein für unsere Pipeline und unterstreicht das Potenzial von Buntanetap bei mehreren neurodegenerativen Indikationen und die Stärke unseres wissenschaftlichen Ansatzes."
Buntanetap zählt zur Gruppe der small molecule (kleine Moleküle) und bietet dadurch den Vorteil der oralen Gabe. Es soll im Gehirn die Produktion toxischer Alpha-Synuclein-Klümpchen reduzieren. Eine Verringerung dieser Proteine soll dazu beitragen wird, das Fortschreiten der Krankheit zu begrenzen.
Eine frühere Phase-3-Studie (NCT05357989) testete Buntanetap bei mehr als 500 Menschen mit Parkinson im Frühstadium, von denen die meisten keine kognitiven Probleme hatten, gegen ein Placebo.
Behandlung zeigt vielversprechend in Alzheimer-Studie
Annovis entwickelt auch Buntanetap als mögliche Behandlung der Alzheimer-Krankheit, die, wie Parkinson, eine neurologische Störung ist, die mit toxischen Proteinklumpen in Nervenzellen verbunden ist. In einer Alzheimer-Studie wurde gezeigt, dass die Therapie die Kognition verbessern konnte.
Sowohl Alzheimer als auch Parkinson sind mit Demenz verbunden, was sich auf Probleme mit Gedächtnis und Denken bezieht, die schwerwiegend genug sind, um Probleme im täglichen Leben zu verursachen. Laut Annovis hat fast ein Drittel der Menschen mit Parkinson Demenz, und die meisten Parkinson-Patienten werden schließlich die Erkrankung entwickeln, wenn sie lange genug leben.
"Die Demenz der Parkinson-Krankheit stellt eine natürliche Erweiterung sowohl unserer Alzheimer- als auch der Parkinson-Programme dar", sagte Cheng Fang, Senior Vice President of Research and Development bei Annovis. "In beiden Indikationen haben wir starke Daten generiert, die eine aussagekräftige kognitive Verbesserung mit Buntanetap zeigen. Obwohl es sich um ein ernstes Problem handelt, hat der kognitive Rückgang der Parkinson-Patienten auf dem Gebiet nur begrenzte Aufmerksamkeit erhalten. Unsere integrierten Daten in mehreren Studien haben eine einzigartige Gelegenheit eröffnet, diesem unerfüllten Bedarf gerecht zu werden und die kognitive Belastung in der Parkinson-Bevölkerung zu lindern. "
Quelle:
Zugriff: 20.11.2025
