Die Markteinführung des neuen Parkinson-Medikaments Hopledo® (Wirkstoffe: Levodopa/Carbidopa, in den USA als Crexont bekannt) steht unmittelbar bevor. [1, 2]
Der pharmazeutische Hersteller Zambon plant, die schrittweise Einführung in den europäischen Märkten ab Oktober 2026 zu starten. [1]
• Aktueller Status: Die Europäische Kommission hat im August 2026 die offizielle Zulassung für Hopledo® erteilt. Zuvor hatte der zuständige Ausschuss (CHMP) im Juni eine positive Empfehlung ausgesprochen. [1, 2, 3]
• Indikation: Das Medikament ist für erwachsene Parkinson-Patienten zugelassen, die unter moderaten bis schweren motorischen Fluktuationen (sogenannten „On-Off“-Phänomenen) leiden. [1]
• Besonderheit (Formulierung): Hopledo® ist eine Hartkapsel mit einer speziellen, modifizierten Wirkstofffreisetzung (Modified-Release). Sie kombiniert sofort freisetzendes Granulat mit verzögert freisetzenden Pellets. [1, 2]
• Vorteil im Alltag: In klinischen Studien (RISE-PD) führte die Formulierung dazu, dass Patienten pro Tag signifikant mehr ON-Zeit ohne störende Überbewegungen erlebten – und das bei seltenerer täglicher Einnahme im Vergleich zu herkömmlichen, schnell freisetzenden Levodopa-Präparaten. [1, 2]
Das Parkinson-Medikament Hopledo® wird bei seiner Markteinführung in vier verschiedenen Dosierungsstärken als Hartkapsel mit veränderter Wirkstofffreisetzung zur Verfügung stehen. [1, 2]
Das feste Verhältnis von Levodopa zu Carbidopa beträgt bei allen Stärken 4:1. Um die Handhabung in der Praxis zu erleichtern, sind die Kapseloberteile je nach Stärke unterschiedlich farbig gekennzeichnet: [1]
Hinweise zur Anwendung und Umstellung
Umstellung von Standard-Levodopa: Da Hopledo® den Wirkstoff aufgrund der neuartigen Galenik gleichmäßiger abgibt als herkömmliche, schnell freisetzende Präparate, unterscheidet sich die Anwendung im Vergleich zu herkömmlichen Formulierungen. In den Fachinformationen und Behandlungsrichtlinien sind entsprechende Schemata und Umrechnungstabellen für den behandelnden Arzt hinterlegt. Die Festlegung der Einnahmehäufigkeit richtet sich nach dem jeweiligen klinischen Bedarf und der vorherigen Medikation. [1, 5, 6]
Quellen:
